Gartentrends für das Jahr 2026

Elegante Gartenbeleuchtung und Terrassen-Design bei Nacht in Wien, perfekte Gartengestaltung.
Nachhaltigkeit, Entspannung und jede Menge Grün im Alltag – das zeichnet die Trends für den Garten 2026 aus

Auch 2026 bleibt nachhaltiges Gärtnern ein beliebter Trend – natürlich und klimafest soll die Gestaltung werden. Doch das heißt nicht, dass man Nützliches nicht mit schickem Design kombinieren kann. Hier sind beliebte Gestaltungs-Stile und Ideen für die kommende Gartensaison.

2026 ist – genau wie in den Jahren zuvor – die Nachhaltigkeit noch immer ein zentrales Thema. Zudem rückt das Klima mit seinen extremen Wetterlagen wie Starkregen und Hitzewellen weiter in den Fokus der Gartengestaltung. Doch während die Einen sich romantische Bauernhäuser kaufen und renovieren, die körperliche Arbeit und die Erdung in der Natur suchen, setzen die Anderen auf eine Verschmelzung von Design und High-Tech im Garten und eine schlichte, funktionale Gestaltung. Diese Trends zeigen, dass der Garten nicht nur ein Rückzugsort zum Abschalten ist, sondern auch ein Ort, an dem moderne Technologie und Umweltbewusstsein harmonisch verschmelzen können. Möglich ist vieles, und die Gartentrends 2026 bieten für jeden Geschmack und jede Lebensphase eine gute Idee. Nur eines wird die Gartengestaltung in diesem Jahr höchstwahrscheinlich nicht: billig.

Roboter bei Gartengestaltung in Wien auf einer kleinen Insel im Teich.

Nachhaltiges Gärtnern, klimafeste Gestaltung

Nachhaltigkeit ist mittlerweile mehr als nur ein Trend. Sie sollte beim Gärtnern und in vielen anderen Bereichen unseres Lebens vielmehr als Leitlinie verstanden werden. Klimawandel und Insektensterben treffen jeden individuell, und wer einen Garten sein Eigen nennt, möchte gerne sinnvoll dagegen angehen. Was beim modernen Hausbau mit Wärmepumpe, Energieeinsparung und nachhaltigen Baustoffen selbstverständlich ist, sollte sich auch bei der Outdoor-Planung fortsetzen.

Regenwassersammelsystem Wien

Da Wetterextreme wie Starkregen und Hitzeperioden keine Seltenheit mehr sind, gilt es, den Garten mit der richtigen Pflanzenauswahl für das Klima zu wappnen. Robuste, auch insektenfreundliche Pflanzen, die mit extremen Wetterlagen zurechtkommen sowie schattenspendende Gehölze halten Einzug, Pflanzungen mit empfindlichen Exemplaren sowie klassische, pflegeintensive Rasenflächen werden reduziert. Zum Trend gehört auch, Wasser optimal zu nutzen und den Boden zu schützen: Sammeln Sie Regenwasser in Wassertonnen oder einer Zisterne, legen Sie eine Sickermulde an, in der sich Wasser sammeln kann und verzichten Sie wo möglich auf versiegelte Flächen. Wo Beete dicht bepflanzt sind, kann Wasser gut versickern und ist der Boden vor Austrocknung geschützt, auch Mulch hilft in dieser Hinsicht. Die Möglichkeiten sind vielfältig!

Mit den richtigen Pflanzen, ressourcenschonender Umsetzung, Wassereinsparung, aber auch Müllvermeidung und Recycling kann man im eigenen Haus und Garten viel tun, um die Umwelt nachhaltig zu entlasten. Mit einer umsichtigen und schonenden Herangehensweise kann man als Gärtner einen Beitrag zu Umweltschutz und Artenvielfalt leisten. Dazu gehört auch, die Biodiversität im Garten zu fördern und auf Chemie zu verzichten.

Outdoor Living

Outdoor Living

Längst hat sich der Wohnraum auch ins Freie verlagert – ein Trend, der sich auch 2026 hält. Schon lange sieht man in den Gärten keine einfachen Plastikstühle und Klapptische mehr. Die Möblierung des Gartenzimmers wird durchdachter, langlebiger und kostspieliger. Hochwertige Möbel und clevere Gadgets sind die neuen Outdoor Must-haves. Jede Generation soll ihren Lebensraum im Garten bekommen – vom Designer-Baumhaus für die Kinder bis zur ergonomischen Gartenliege für Senioren. Ob Lounge-Sessel mit integrierten Lautsprechern, wetterfeste Sofas mit eingebautem Kühlschrank oder stylische Feuerstellen für laue Sommerabende – Grenzen setzt nur das Budget. Ein weiteres Highlight ist eine Außenküche, die das Kochen und Genießen im Garten zum Erlebnis macht. Ausgestattet mit Kühlschrank, Kochfeld, Spüle und Grill bietet sie alles für kulinarische Entfaltung. Wichtig sind ausreichend Arbeitsfläche, Stauraum und die nötigen Anschlüsse für Wasser, Strom und Gas.

Garten-Office

Garten-Office

Das Home Office – zu Coronazeiten ein notwendiges Übel – ist 2026 längst als erstrebenswerte Arbeitsform etabliert. Kein Wunder, dass das heimische Büro, wie es in den letzten Jahren vielleicht notdürftig eingerichtet war, immer mehr zum festen Dreh- und Angelpunkt im eigenen Zuhause geworden ist. Wer kann, geht einen Schritt weiter und verlegt gleich das ganze Office nach draußen. Denn seien wir mal ehrlich: Eingepfercht zwischen vier Wänden und staubigen Bücherregalen gelingt es nicht immer, die Gedanken zum Sprudeln zu bringen und die Arbeit voller Energie und mit Elan umzusetzen. Die Lösung könnte ein Garten-Office sein. Sie haben ausreichend Platz? Dann können Sie sich ein kleines, aber feines Häuschen in den Garten stellen, welches Sie mit Schreibtisch und sonstigen Büroartikeln ausstatten. Der Blick ins Grün und Pausen an der frischen Luft sind gut für die Gesundheit und lassen Sie beruflich im besten Fall zu Höchstleistungen auflaufen.

Smart Garden

Smartes Bewässerungssystem für Garten und Landschaftsbau in Wien.

Funktionen wie automatische Bewässerung, ausgeklügelte Beleuchtungskonzepte schaltbar per Fernbedienung, Rasenpflege oder smarte Gewächshäuser – auch im Garten haben neue Technologien längst Einzug gehalten. Pflanzenpflegetipps vom Smartphone helfen, die grüne Oase optimal zu pflegen. Ein stabiles WLAN im Garten ist Grundvoraussetzung. Darauf aufbauend ist alles möglich, was die smarte Haus- und Gartentechnik zu bieten hat. Technikaffine Menschen finden im Garten einen neuen Spielbereich, um ungeliebte Arbeiten zu automatisieren, Urlaubszeiten zu überbrücken oder ein spannendes Beleuchtungskonzept zu steuern. Gerade smarte Bewässerungssysteme sind aber nicht nur Arbeitserleichterung, sie tragen auch zur Nachhaltigkeit bei, indem sie den Wasserverbrauch im Rahmen halten und Pflanzen wurzelnah mit Wasser versorgen. Sind sie mit Bodenfeuchtesensoren ausgestattet und greifen auf Wetterdaten zu, wird zudem nur dann bewässert, wenn es nötig ist.

Tierfreundlicher Garten

Tierfreundlicher Garten

Während der Corona-Zeit haben mehr Haustiere denn je Einzug in die Häuser – und damit auch die Gärten gehalten. Umso wichtiger ist es, bei der Gartengestaltung auch auf die Bedürfnisse der vierbeinigen Mitbewohner einzugehen. Bei Hunden ist eine große Rasenfläche ein Muss, außerdem lieben die verspielten Begleiter versteckte Wege, die sie an Sträuchern vorbei oder mitten hindurchführen. Achtung: Bei den Sträuchern sollten Sie darauf achten, dass diese robust sind, damit sie den agilen Fellknäueln auch wirklich standhalten. Um das Ganze noch aufregender zu gestalten, ist ein Weidentunnel eine tolle Option.

Doch nicht nur Haustiere lieben einen weitläufigen Garten, auch andere tierische Gartenbewohner sollen in unserem Grün einen Lebensraum finden. Insektenhotels zum Beispiel eignen sich wunderbar, um möglichst viele Krabbeltiere im Garten willkommen zu heißen. Ähnlich sieht es mit Totholzhecken aus. In dem Versteck aus Gehölzschnitt machen es sich gleich mehrere Tierarten gerne gemütlich, darunter zum Beispiel der Igel. Hecken eignen sich außerdem prima, um Vögeln ein Zuhause und Platz zum Nisten zu bieten. Mit den richtigen Bäumen und Sträuchern für Vögel kann man zudem für ein reiches Nahrungsangebot sorgen. Das gilt auch für Bienen, Schmetterlinge und Co., die man mit einer insektenfreundlichen Pflanzenauswahl unterstützen kann.

Modernes Gartendesign

Hochwertige Gartengestaltung in Wien mit modernen Lounge-Bereichen und Beleuchtung.

Der moderne Garten hat schon immer durch Schlichtheit und klare Linien gepunktet. Passend zu den reduzierten Designs moderner Neubausiedlungen stellen sich auch die dazugehörigen Gärten 2026 als schlichte und kantige Formate dar. Gemütlich darf es aber dennoch sein: Beruhigende, naturnahe Farben wie verschiedene Grün- und Brauntöne, warmes Beige, Terrakotta, Blau oder die Pantone Farbe des Jahres 2026 „Cloud Dancer“ – ein edles Weiß – setzen dezente Akzente. Eine rechteckige Rasenfläche strahlt Ruhe aus, eingerahmt von pflegeleichten, dunkellaubigen Hecken. Bei der Pflanzenauswahl setzt man mehr auf Form als auf Farbe. So sind Gräser, Gartenbonsai oder Blattschmuckpflanzen beliebt, welche die ruhige Eleganz des modernen Stils fortführen. Auch wenn diese Gestaltungsform ökologisch nicht unbedingt punktet, so trifft sie doch den Geschmack sehr vieler Gartenbesitzer.

Gartentrends für das Jahr 2026 (Cottage Garden)
Cottage Garden

2026 darf es wieder romantisch, vor allem aber natürlich, lebendig und etwas wilder sein. Wer zurück zur Natur will, aber nicht im Kartoffelacker buddeln, der richtet sich in einem romantischen, pflanzenbewährten Paradies ein. Der Cottage Garden verbreitet durch seine üppige, überbordende Blütenpracht eine heimelige, gemütliche Atmosphäre und bietet so den perfekten Ausgleich zu Alltagsstress und Technik-Overload. Dabei sollte die Gestaltung möglichst naturnah erfolgen. Wildrosenhecken, Wildstauden, Lavendel und Obstbäume verbreiten nicht nur romantischen Charme, sondern sorgen auch für Summen und Brummen in den entspannten Stunden bei Earl Grey und Shortbread.

Selbstversorgung
Beet & Pflanzenpflege

Auch das Thema Selbstversorgung bleibt in diesem Jahr ein wichtiger Gartentrend. Angesichts von Lebensmittelskandalen und ungesunden Spritzmitteln wenden sich immer mehr Hobbygärtner dem Anbau von eigenem Obst und Gemüse zu. Dabei ist nicht nur die Pflanzenpflege ein erfüllendes Hobby, sondern auch die Verarbeitung der Ernte zu köstlichen Spezialitäten wie selbst gemachter Konfitüre, frisch gepresstem Saft oder selbst eingemachtes Sauerkraut.

Ein selbst gebautes Hochbeet bietet dabei entscheidende Vorteile: Es ermöglicht den frühen Anbau von Gemüse und Kräutern und bleibt ein dauerhafter Favorit unter Gartenliebhabern. Mit einer optimalen Befüllung aus vier Schichten schaffen Sie die Grundlage für gesundes Pflanzenwachstum. Wählen Sie Nutz- und Zierpflanzen, die nicht zu ausladend sind, und nutzen Sie das Hochbeet auch im Winter für den Anbau von Wintergemüse. Eine Abdeckung schützt Ihre Pflanzen vor Wind und Wetter, sodass Sie das ganze Jahr über ernten können.

Pflanzen mit essbaren Blüten sowie essbare Wildpflanzen sind eine tolle Möglichkeit, auch außerhalb von Gemüsebeeten Nahrhaftes anzubauen. Mit Balkontomaten, kleinbleibenden Beerensorten, Spindelobst, und Gemüsesorten, die in Hängeampeln wachsen, sorgen Sie zudem auf kleiner Fläche für eine eigene Ernte. Nicht zuletzt lassen sich auf der Fensterbank rund ums Jahr Kräuter sowie Sprossen selber ziehen.

Alte Sorten wiederbeleben
Verschiedene frische Zwiebeln in verschiedenen Farben, geerntet und gehalten in den Händen.

Hochgezüchtetes Obst und Gemüse ist krankheitsresistent und ertragreich. Doch viele Menschen vertragen die modernen Zuchtsorten, zum Beispiel von Äpfeln, nicht besonders gut. Oft leidet unter Resistenz und Größe auch der Geschmack, wie beispielsweise bei Erdbeeren. Deshalb geht der Gartentrend auch in diesem Jahr weiter zu alten Sorten im Garten. Mit Saatgut der älteren Obst- und Gemüsesorten, die genetisch näher an den Wildarten liegen, eröffnen sich im Garten ganz neue Geschmackserlebnisse. Und auch fast vergessene Arten wie Mairübe, Schwarzwurzel, Palmkohl und Haferwurzel kommen wieder vermehrt ins Beet.

Der Garten als Wellness-Oase
Der Garten als Wellness-Oase

Einen besonderen Fokus legt das Jahr 2026 auf den Garten als Entspannungsort. Während im Nutzgarten fleißig geackert und geerntet wird, ist im Ziergarten Erholung angesagt. Pflanzen und Gestaltung sollen Ruhe ausstrahlen und den Gärtner wieder in Einklang mit sich selbst bringen (Stichwort „Green Balance“). Der Garten als Meditations- und Ruheoase bietet einen Rückzugsort aus der Enge und dem Stress des Alltags. Dieser Anspruch wird durch eine naturnahe Gestaltung erreicht, die zugleich so pflegeleicht ist, dass man im Garten mehr Zeit mit Entspannen, als mit Arbeiten verbringen kann. Die Hängematte über der Blumenwiese löst den klassischen Gartenstuhl ab. Garten ist in erster Linie Genuss, und erst in zweiter Linie Beschäftigung.

Urban Jungle in den eigenen vier Wänden
Üppiger, grüner Garten in Wien mit tropischen Pflanzen und kreativen Gestaltungselementen.

Der Indoor-Grünpflanzen-Hype der Coronazeit und der nachfolgenden Jahre setzt sich auch 2026 fort. Wer keinen Garten zur Verfügung hat, verwandelt seine Wohnung in einen Urban Jungle. Statt einzelner Topfpflanzen, wie man es gewohnt ist, soll der Indoor-Garten ganze Räume füllen. Viele Pflanzen-Influencer in den sozialen Netzwerken machen vor, wie’s geht. Es wird nicht gekleckert, sondern geklotzt! Pflanzen sollen die Räume bestimmen, und nicht andersrum. Großblättrige, dschungelartige Grünpflanzen sind besonders beliebt. Sie sollen Tropenflair und eine gesunde Wohlfühlatmosphäre in die Wohnung und auf den Balkon bringen. So lässt sich die Sehnsucht nach fernen Orten und frischem Grün wenigstens ein kleines bisschen stillen. Und auch das vertikale Gärtnern wird von außen nach innen verlegt. So können ganze Wände oder helle Treppenhäuser begrünt werden.

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